Ist Israels Vorgehen in Gaza ein Genozid oder nicht? Zu diesem Thema mag ich meistens schon gar nichts mehr hören, weil die beiden Seiten meistens nur noch mit rhetorischen Keulen aufeinander eindreschen. Die fehlende Aussicht auf intellektuellen Erkenntnisgewinn stößt mich bei solchen Keulenschlachten ab.
Gut und schlüssig argumentiert nun jedoch Albrecht von Lucke in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe von „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Ich sage an dieser Stelle nicht, zu welchem Ergebnis er gelangt. Denn eigentlich interessant finde ich seine Sätze ganz am Schluss:
„Während wir hier über den Genozid-Begriff diskutieren, wäre es daher wesentlich zielführender, die tatsächlichen Kriegsverbrechen darzustellen und anzuprangern und die deutsche Bundesregierung zu einer entsprechenden Verurteilung der Taten und politischen Konsequenzen gegenüber der israelischen Regierung zu bewegen. Die Genozid-Debatte dient in dieser Hinsicht letztlich nur der Ablenkung – ob gewollt oder ungewollt.“
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